CMD und Einfluss von Faszien

 

Während das muskuläre Bindegewebe (Faszien) lange Zeit in der 

medizinischen Forschung unterschätzt wurde, erlebt das neue Gebiet der 

Faszienforschung seit einigen Jahren dank besserer Messmethoden eine 

weltweite Aufbruchstimmung. Bereits jetzt ist klar, dass die faszialen 

Gewebe ein körperweites Zugspannungsnetzwerk bilden, das sich je nach 

lokaler mechanischer Anforderungen zu hauchdünnen Muskelhüllen, derben 

Septen, Gelenkkapseln, Sehnen, festen Ligamenten oder lockeren 

Verschiebe-Schichten differenziert. Die konkreten Vernetzungen ändern die 

muskuläre Kraftübertragung oft auf überraschende Weise können so zu 

zahlreichen Dysfunktionen im Bewegungsapparat beitragen. Dank 

immunohistochemischer Studien wuchst zudem die Erkenntnis, dass dieses 

faserige Netzwerk eines unserer reichhaltigsten und wichtigsten 

Sinnesorgane darstellt. 

 

Während die neuen Erkenntnis der Faszienforschung den Bereich den Bereich 

Rücken-Schmerz u. Rücken-Stabilität in jüngster Zeit konkret 

beeinflussten, sind die konkreten Auswirkungen auf den Bereich CMD noch 

kaum ausgelotet worden. Selbstverständlich spielen hier neurologische, 

artikuläre und muskuläre Faktoren bereits wichtige Rollen. Der interaktive 

Vortrag wird vor diesem Hintergrund zusätzliche Einfluss-Komponenten 

beschreiben, welche aus faszialer Sicht sowohl auf die biomechanischen als 

auch sensomotorischen Dynamik des Kiefer- /Nacken und Cranium-Bereiches 

einwirken. Neben grundlagewissenschaftlichen Aspekten werden auch mögliche 

therapeutische Strategien diskutiert, um die aufgezeigten faszialen

Störungseinflüsse zu erreichen. 

 

Datum: 19.01 - 20.01.2018 

 

Kosten: Physiotherapeuten etc. 300,00 €

             Ärzte                              500,00 € 

 

Dauer: Freitag     19.01.18 - ab 12.30 Uhr - 19.00 / 19.30 Uhr

            Samstag  20.01.18 - ab   8.30 Uhr - 17.30 Uhr  

 

Dozent: Dr. biol.hum. Robert Schleip